Handecapped Scuba Association

Tauchen ist eine der ganz wenigen Sportarten, die kaum einen Unterschied zwischen Nichtbehinderten und Behinderten macht. Eine Querschittslähmung wird unter Wasser einen Taucher kaum behindern, einen Gehörlosen fast gar nicht. Andererseits wird der Tauchpartner eines schwer Sehbehinderten oder Blinden, solange Körperkontakt besteht, auch wenig Unterschied beim Tauchen feststellen. Natürlich ist der Grad der Behinderung ausschlaggebend, aber viel schwieriger ist der Umgang miteinander. Die Fragen "was soll ich tun?, wann soll ich helfen?, darf ich das fragen?" blockieren und verunsichern nicht nur den Nichtbehinderten und dabei wäre eine klare, offene Verständigung so wichtig. Es ist für beide Tauchpartner eine neue und andere Sichtweise.
 
Die Handecapped Scuba Association entstand 1975 an der Universität von Californien in Irvine zunächst als Pilotprojekt. In zwei Kursen führten nichtbehinderte und behinderte Taucher über zwei Jahre Trainingseinheiten durch. Formell wurde die HSA aber erst 1981 als Sport- und Tauchvereinigung gegründet. 1982 wurden, in enger Zusammenarbeit mit PADI und NAUI, Leistungsstandards für das körperbehinderte Tauchen entwickelt. Allerdings erst Mitte der 90er Jahre wurde auf Hawaii das erste Tauchsafarischiff dann rollstuhlgerecht umgebaut. Heute gibt es speziell in USA und Ägypten einige behindertengerechte Hotels und Tauchsafariboote.
Die Schulungsunterlagen und Ausbildungsstandards des Handecapped Scuba Association Divers werden übrigens regelmäßig aktualisiert, wobei Erfahrungen und Kritik der HSA-Instructoren aus über 40 Länder weltweit in die Updates einfließen.
 
Auch wenn wir HIGH-LIFE-DIVERS auf die langjährige Erfahrungen von unserem Klaus zurückgreifen können, haben wir anderen mit der Prüfung zum HSA-Instructor neues Terrain betreten. Vieles wird sich erst aus der Praxis ergeben und lernen ist damit auf beiden Seiten angesagt. Ein sehr großes Vertrauen zwischen Schüler und Instructor ist unabdingbar. Und das wird sich ja auch fortsetzen, denn letzendlich muss ein ehemaliger Schüler als voll brevetierter HSA-Diver auch die volle Veranwortung für seinen "Buddy" (und sei es der damalige Instructor) übernehmen. Schließlich gehen wir ja auch manchmal nur zum Spaß tauchen !
 
Wir HIGH-LIFE-DIVERS führen Schnuppertauchgänge im Schwimmbad, aber auch nach spezieller Vereinbarung "richtige" Tauchkurse für Behinderte durch. Bitte berücksichtigen Sie dabei, dass zur Ausbildung eines HSA-Divers auch Freiwassertauchgänge durchgeführt werden müssen und es in unseren Seen meist empfindlich kalt ist. Auch behindertengerechte Ausrüstung ist kaum zu erhalten oder als einzelne Maßanfertigung für eine Tauchschule einfach unerschwinglich. Hier werden Kompromisse gemacht werden müssen.
Aber wenn Sie als Behinderter Interesse am Tauchen haben, fragen Sie uns doch einfach einmal. Es ist eine faszinierende Sportart mit neuen, tollen Erfahrungen und gemeinsam wird sich bestimmt irgendeine Lösung finden lassen.
 
Ach ja - wenn uns jemand bei unserem eigenen HSA-Instructor-Kurs sehen möchte - das ist unter BILDER, Stichwort: HSA-KURS.
 
Euere
HIGH-LIFE-DIVERS